Die freistehende Badewanne

Meine Geldverdien-Website ist fertig: Die freistehende Badewanne! Geld verdienen im Internet ist interessant, und ich forsche, wie es geht. ‘Freistehende Badewanne’ wird 15.000 pro Monat in Google gesucht. Wenn man andere Wortkombinationen dazu zählt, sind es um die 20.000. Ich nehme an, die Sucher wollen auch so eine freistehende Badewanne kaufen und so ist die Nische auch kommerziell. Schließlich ist die Konkurrenz der Top 10 der Suchergebnisse dieser Suchbegriffe nicht stark. Die Ergebnis-Webseiten gehören Websites an, die nicht ausschließlich für diese Keywords optimiert sind und die Webseiten haben sehr wenig Backlinks. Die Basis-Version meiner Nischen-Website steht. Jetzt an die Feinarbeit. Es müssen Produktbilder von Amazon her. Damit ich diese nicht von Hand setze und veraltete Informationen pflegen muss, benutze ich die Amazon Product Advertising API.

Installiert is’

Kubuntu hat im Endeffekt nicht meinen Gefallen gefunden. Selbst Linus Torvalds, der sich negativ gegenüber Gnome geäußert hat und Verfechter von KDE gewesen ist, hat jetzt nach Gnome umgeschwenkt. KDE ist mit neuen, unausgereiften Funktionen überfrachtet, die nicht zusammenpassen und es funktioniert nicht fehlerfrei. Dass ich die Bildschirmeinstellungen von Hand in eine Datei schreiben musste, damit sie gemerkt werden und aushilfsweise Nautilus als Dateimanager benutzen musste, um Daten-CDs zu mounten sind nur einige von unzähligen Fehlerchen. Genervt hat mich z.B. auch, dass die Netzwerkverbindung nach dem Hochfahren ein bisschen zu spät hergestellt wurde, so dass der Firefox mit lauter Tabs startete, deren Inhalt nicht aus dem Netz bezogen werden konnte. Das mag nur subjektiv empfunden sein, aber so kommt Eins zum Anderen. Den Grafikkartentreiber musste ich gänzlich deinstallieren, damit Filme, die ich manchmal sehe, schlierenfrei laufen. Nach Deinstallation musste ich mit den Default-Möglichkeiten zum Betreiben von 2 Monitoren vorlieb nehmen, welche ebenfalls keine Perfektion bieten. Viel Gefrickel also.
Mh, warum hatte ich mir danach noch OpenSuse installiert? Ich dachte mir, hier funktioniert KDE besser. Denn man sagt ihr ja nach, bessere KDE-Unterstützung als Kubuntu zu bieten. Dem war aber nicht so. Ich entdeckte haargenau dieselben Fehler. Entnervt gab ich auf, als ich mit Dolphin wegen eines Bugs nicht auf meine lokalen Windows-Partitionen zugreifen konnte. Es liegt also an KDE.
Als nächstes habe ich mir Linux Mint Isodora installiert und: OH WUNDER!!! Das ist ein sehr schönes, funktionierendes System! Das Problem mit dem proprietären Grafikkartentreiber, welches ich neulich bei der Installation von Ubuntu hatte, ist verschwunden. Da Linux Mint auf Ubuntu basiert, nehme ich an, dass der Bug jetzt behoben wurde.
Was ich zusätzlich tun musste, um mir das System einzurichten, kann man nicht als Gefrickel bezeichnen. Da der Firefox bei den Schriften aus der Rolle fällt, habe ich mit sudo rm /etc/fonts/conf.d/10-hinting-slight.conf
und
sudo ln -s /etc/fonts/conf.avail/10-hinting-full.conf /etc/fonts/conf.d/
das volle Hinting noch übertragen müssen.
Das Meißte, was man nach einer frischen Installation braucht, kann man eh ab aktuellem Ubuntu leicht mit dem Paket ubuntu-restricted-extras nach installieren.
Da ich mir neulich einen SGF-Player in Java entwickelt habe, welcher SVG-Dateien live manipuliert, musste ich erreichen, dass dies unter Ubuntu korrekt dargestellt wird. Denn die Kugeln waren plötzlich eckig. Ich war ratlos, wo doch Gnome Vorreiter in der SVG-Nutzung ist. Doch zum Glück hatte ich noch ein anderes Problem. Ebenfalls unter Java läuft mein KGS-Client, mit dem ich übers Netz Go spiele und ich hörte das Knacken nicht, welches beim Spielen eines Steins produziert werden soll. Der Sound hilft aber schwer, mich aufs Spiel zu konzentrieren. Nachdem ich sehr viel probiert habe, wechselte ich die Javapakete von openjdk nach sun-java. Und siehe da, alles funktionierte sauber. Außer dass die Maserung des Go-Bretts bei meinem Player verschwindet, wenn ich das Fenster maximiere. Naja, ich denke mir, bei meinen exotischen Wünschen kann ich keine Perfektion erwarten. Bei Windows allerdings schon. In punkto Ästhetik ist Windows einfach weiter. Auf jeden Fall ist openjdk die offene Variante von Java, es sind aber erst 94% implementiert. Sound und SVG gehören wohl zu den nicht implementierten 6%.
Heute beschäftigte ich mich noch mit dem Netzwerk. Gerne möchte ich öfter etwas übers Netz auf den Rechner meiner Frau kopieren. Sowohl über die Protokolle smb und sftp als auch über die Befehle scp und rcp kam ich nicht über eine Rate von 100 kB/s. Installation des WLAN-Kartentreibers brachte dann jedoch den ersehnten Durchsatz von ca. 2 MB/s.

Hin g’frickelt is’

Ich habe 4 Jahre lang ausschließlich Ubuntu benutzt. Nein, die Steuererklärung habe ich nach wie vor mit Elster auf dem Windows-Notebook meiner Frau gemacht. Auf diese Bequemlichkeit will ich nicht verzichten, einfach die Formulardaten vom letzten Jahr kopieren, ändern und abschicken.
Ich kann wirklich nicht bestätigen, dass Ubuntu grenzenlos stabil ist. Ich erinnere mich da an die Systemabstürze, die durch zerkratzte DVD meiner Kinder verursacht wurden. Jedes Mal musste ich dann die Festplatte mit *Werkzeug vergessen* reparieren. Einmal jedoch schlug das fehl und eine Neuinstallation war fällig. Das Gleiche, wenn mein Sohn den Stecker bei laufendem Betrieb aus der Steckdose zog. Eine Maßname, die mir sehr oft weiter geholfen hat: Die System- von der Datenpartition zu trennen und öfter mal ein Systemimage anzufertigen. Oft zerschießt man sich ja auch das System, weil man mal eben einen Befehl ausprobiert. Von daher kann ich Ubuntu nicht die alleinige Schuld für manche Abstürze geben.
Neuerdings habe ich mal wieder Windows 7 installiert. Ich wollte nämlich der Weiterbildung frönen und mich in .NET einarbeiten. Ich dachte mir, mit C++ bin ich etwas antiquiert. Vor allem, weil ich beruflich sehr gerne agil entwickeln will und man dies wohl viel häufiger in modernen Sprachen tut, während man in C++ nur Anwendungen zu Tode wartet.
Nun, da ich meine Erfahrung mit .NET gesammelt habe, habe ich mir wieder ein Linux gegönnt. Ich habe also Unbuntu 10 installiert und: Mein lieber Herr Gesangsverein! Das funktioniert ja überhaupt nicht. Ich nahm an, so richtig gut läuft es nur mit proprietärem Grafikkartentreiber. Aber nach dessen installation war die Soundausgabe gemutet und ich bleibe beim herunter fahren beim Anmelden-Dialog hängen! Das Ganze ist auf meinem Rechner reproduzierbar. Für eine große Verwirrung sorgte auch, dass nach installieren des Treibers der kleine am VGA angeschlossene Bildschirm angepeilt wird, den ich für gewöhnlich ausschalte. Der große Monitor am DVI bleibt dunkel. Bis ich das gerafft hatte, das kleine Dinge einzuschalten. Also versuche ich es mit Kubuntu. Ich habe auch an OpenSuse gedacht, aber Ubuntu hat mich so lange treu begleitet und schließlich hat jede Distribution ihre Macken. Und Kubuntu ist ja auch ein Schlingel. Ich habe aus Angst zunächst mal den Grafikkartentreiber weg gelassen. Nachdem ich meine 2 Monitore auf Ausrichtung und Auflösung eingestellt habe und neu starte, hat KDE diese Einstellung vergessen! Ich musste diese Einstellungen tatsächlich per Hand in eine Datei eintragen. Mißtrauisch geworden, will ich zunächst meine Installation mit partimage sichern. Doch das unterstützt das neue Dateisystem ext4 nicht. Ich habe dann fsarchiver gefunden, dass den Dienst tat. Dieses Mal hat der Treiber nicht mehr das System zerschossen, Glück gehabt. Eine Schande: Lege ich eine Daten-CD ins Laufwerk, erkennt der KDE-Dateimanager Dolphin dies nicht. Erst nachdem ich Nautilus von Gnome installiere und diesen über die Shell starte kann ich meine CD öffnen.
Damit kann ich leben, eindeutig. Jetzt habe ich auch wieder ein lauffähiges System. Aber diese Frickelei !!! Wahnsinn! Warum mache ich das? An Linux hat mich immer die Tatsache fasziniert, dass es aus freiem Antrieb sozusagen freiwillig entwickelt wurde. Dass es so prächtig funktioniert kann eindeutig kein Grund sein. In dieser Hinsicht bin ich aus rein ideellen Gründen überzeugter Linux-Benutzer. Beruflich hätte ich aber grundsätzlich nichts gegen .NET einzuwenden.