Kimchi Rezept

Das Kimchi meiner Frau schmeckte anders als das Kimchi, dass ich in Korea aß. Manchmal war es sehr lecker, manchmal schon zu sauer und verdorben, manchmal solala. Wie kann ich die Kimchi-Qualität kontrollieren und optimieren? Da Kimchi sowohl vom Gesundheitsaspekt als auch geschmacklich sehr interessant ist, habe ich mich selbst auf die Suche nach dem Rezept gemacht und selbst mit der Produktion begonnen. Das selbstgemachte Kimchi schmeckt super und ich kann es jeden Tag essen. Auch koreanische Freunde sagen: “Schmeckt wie von Oma” und meine Frau lobt mich. Ich muss also etwas richtig gemacht haben.

Chinakohl stückeln

Kaufe so viele Chinakohl wir möglich, damit sich die Arbeit auch lohnt. Ein Chinakohl wird geviertelt und ein Viertel dann, wenn du möchtest, noch einmal geteilt. Dann schneidest du mundgerechte Stücke.

Entwässerung

Chinakohl wird in Salzlake eingelegt

Chinakohl wird in Salzlake eingelegt

Chinakohl entwässert

Chinakohl entwässert – eine ordentliche Anzahl an Stunden muss schon seit, etwa eine Übernachtung

Entwässerter Chinakohl

Entwässerter Chinakohl – deutlich geschrumpft

Der erste Schritt bei der Kimchifabrikation ist die Entwässerung. Chinakohl wird mit einer ordentlichen Menge Salz in Wasser eingelegt, 2 Kg Chinakohl mit etwa 200 g Meersalz. Natürlich kann auch Chemiesalz eingesetzt werden und dann natürlich dementsprechend weniger. Probiere selbst die richtige Menge Salz aus. Ob jedes Chinakohlstückchen so pedantisch unter Wasser getaucht werden muss wie auf dem mittleren Bild, ist ebenfalls dir überlassen. Der Chinakohl wird einige Stunden eingelegt, deshalb ist in den meisten Rezepten von einer Übernachtung die Rede. Am nächsten Tag kann es dann losgehen. Je länger die Salzlake wirken kann, desto leckerer schmeckt das Kimchi. Nach dem Einlegen muss die Salzlake gründlich ausgespült werden. Schütte die Salzlake aus und wasche den Chinakohl mehrmals in reinem Wasser. Der salzige Geschmack wird beim Auswaschen nicht mit heraus gewaschen, also nur Mut!

Zutaten

Nebst Chinakohl kommen nun weitere Zutaten

  • Möhren werden in feine Streifchen geschnitten/geraspelt
  • Rettich wird ebenso fein geschnitten
  • Frühlingszwiebeln und Lauch nach Geschmack fein geschnitten
  • Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln nach Geschmack und Äpfel (2 Äpfel pro 2 Kg Chinakohl) zu einer sehr feinen Paste mixen, etwa mit einem Stabmixer
  • Chili Pulver (vorsichtig, unbedingt mildes nehmen, das originale koreanische Kimchi enthält natürlich auch koreanisches Chili-Pulver)
  • Fischsauce (kann auch weggelassen werden)
Viel Arbeit!

Viel Arbeit! – Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Rettich und massig Ingwer müssen geschält werden

Chinakohl mit Zutaten vor dem Mischen

Chinakohl mit Zutaten vor dem Mischen

Chinakohl mit Zutaten mischen

Chinakohl mit Zutaten mischen – benutze Handschuhe, sonst riechen deine Hände noch am nächsten Tag

Jetzt kommt die eigentliche Arbeit. Befreie die leckeren Zutaten von ihren Schalen, gebe es zum Chinakohl hinzu und mische es gut, am besten mit Handschuhen, wenn du dich danach noch unter Menschen bewegen möchtest.

Gärung

Große und luftdichte Kimchibehälter

Große und luftdichte Kimchibehälter – Milchsäuregärung findet unter Ausschluss von Sauerstoff statt

Die Handarbeit ist fertig

Die Handarbeit ist fertig – die Mikroorganismen übernehmen nun

Nun wird das Kimchi in luftdichte Behälter verpackt und unter Sauerstoffausschluss und in Zimmertemperatur stehen gelassen. Nach 2-3 Tagen ist das Kimchi fertig durchgesäuert und lecker und kann nun gegessen werden. Es wird nun im Kühlschrank oder im Winter draußen gelagert. Guten Appetit!

INTP

In jeden guten Traumjob-Ratgeber heißt es, man solle doch erst mal herausfinden, wer man ist und was einem am leichtesten fällt. Schließlich kann man sich einmal verstellen, aber nicht sein ganzes Berufsleben lang. Und wer weiß, was er will, der kann es wohl unterbewußt auch gut erreichen und ist gut darin. Jetzt habe ich einen Persönlichkeitstest gefunden, bei dem ich mich gut aufgehoben fühle: Der MBTI (Meyers Briggs Type Indicator). Bei dieser Typeneinteilung gibt es 16 Typen. Überraschend an diesem Test finde ich, dass er einem wenig Spielraum für restliche Unsicherheiten läßt. Wer nicht extrovertiert ist, was ist der wohl? Introvertiert natürlich. Und überraschend auch, wie nüchtern das dargestellt wird.
Introvertiert bedeutet nicht etwa ‘schüchtern’, sondern einfach nur, dass man seine Energie aus seinem eigenen Inneren bezieht, statt aus seiner Außenwelt. Der Introvertierte kann sich prima konzentrieren, weil er ja gar keine Ablenkung sucht. Andererseits sucht er auch die Stille, um sich zu konzentrieren. Bevor er redet, denkt er nach. Er sucht zuerst in sich selbst nach der Lösung. Dadurch eignet er sich sehr dafür bzw. ist bestrebt, selbständig zu arbeiten.
Als nächstes unterscheidet sich der mit den fünf Sinnen von dem mit dem sechsten Sinn. Während ersterer in der Realität voll aufgeht und sich mit den Gegebenheiten abfindet, lebt letzterer nicht in der Gegenwart, sondern hat Verbesserungsmöglichkeiten im Kopf und lebt im ‘Könnte’. Der Intuitive probiert verschiedene Arbeitsstile aus und läßt seine Erfahrung hinter sich. Er liebt die Herausforderung am Lernen neuer Fähigkeiten und folgt seiner Inspiration statt Fakten. Er interessiert sich nicht für Details, sondern für generelle Prinzipien. Ich habe eine interessante Diskussion gelesen, wie denn so ein Intuitiver als Programmierer arbeiten könnte, wo es doch bei der Programmierung extrem ins Detail geht. Schließlich sind unter Programmierern und Softwareentwicklern auffällig viele INTP vorhanden, während der Typ INTP in der Allgemeinbevölkerung sehr selten ist. Nun, beim Programmieren geht es immer noch ums abstrahieren von den wirklich langweiligen Details, die man eben den Computer machen lassen möchte. Und es ist allgemeiner Konsens, dass man jedes Detail nur einmal schreiben und ansonsten wieder verwenden sollte.
Als Drittes wird der fühlende vom denkenden Menschen unterschieden. Hier geht es nicht um Emotionen, unter denen der eine wie der andere Typ leiden können. Gefühl meint, dass man mit anderen mitfühlt, die Wahrheit um des Taktgefühls willen verschweigt und sich für Harmonie interessiert. Der Denker ist ein aufgabenorientierter Mensch. Er will seine Arbeit erledigen und stört sich wenig an Gefühlen. Bereitwillig äußert er Kritik, um sein Ziel besser erreichen zu können.
Schließlich gibt es den Planenden vs. Flexiblen. Der Planende arbeitet am Besten, wenn alles nach Plan verläuft, während der Flexible bei Bedarf handelt. Er schiebt Entscheidungen auf, um mehr Möglichkeiten zu haben. Er widersteht Strukturen und favorisiert sich ändernde Umstände. Der Planende hingegen liebt Termine und erledigt lieber seine Aufgabe pünktlich. Dabei übersieht er neue Möglichkeiten, die am Wegrand stehen.
Nur beim letzten Punkt bin ich mir nicht sicher, ob ich eher ein Planender oder ein Flexibler bin. Eigentlich bin ich extrem aufgabenorientiert, aber wenn es um meinen Urlaub geht, störe ich mich an jedem Plan und möchte unbedingt in den Tag hinein leben.

Angenommen ich bin nun INTP, kann ich mich in die Schublade von Albert Einstein stecken.