Ich schaute mir ja so gerne Amatuerpartien von hochrangigen Go-Spielern auf dem KGS-Server an. Doch jetzt schaue ich mir, seit dem ich mir einen SGF Player entwickelt habe, lieber Profi-Partien an. Als ich mit einem Kollegen über mein Vorhaben sprach, war sein erster Rat: SVG. Dieses Format findet demnächst seinen Weg in den Internet Explorer 9 und in den Firefox ist es jetzt schon integriert. Erste Erkundungen waren beeindruckend. SVG öffnet einen Weg, Spiele in den Browser zu bringen, indem SVG-Inhalte, die sich im DOM befinden, über Javasript manipuliert werden können. Doch wie viele Enwtickler machte ich um Javascript bisher einen weiten Bogen. Lange gab es für die Entwicklung mit Javascript keine IDE, was sich jetzt eigentlich geändert haben dürfte. Aber eine neue Technologie, nämlich SVG, ist mir erst einmal genug. Ich will Schritt für Schritt vorgehen und nur eine neue Sache auf einmal lernen. Und schließlich muss es nicht direkt ins Web. Mein Blick fällt auf die Bibliothek Batik, welche die Manipulation von SVG mittels der mir vertrauten Sprache Java ermöglicht. Das Beispiel sieht denn auch sehr vielversprechend aus: Es ist sogar möglich, ein Applet zu entwickeln, welches sehr wohl übers Web ausgeführt werden kann.
Als nächstes entscheide ich mich für die NetBeans IDE und binde die Batik-Archive in mein Projekt ein. NetBeans behagt mir auf Anhieb. Die Bedienung ist sehr ähnlich zum Visual Studio. Im Gegensatz zur C++-Unterstützung von Visual Studio kann ich hier jedoch sehr bequem Klassen oder das Projekt umbennennen, Code refaktorisieren und fehlende Importe einfügen. Da ich jetzt doch wieder einen Haufen neuer Technologien auf einmal vorfinde, will ich zunächst die Batik Beispielanwendung in eine Swing-Anwendung überführen.
Das Ergebnis:
Das Ergebnis stellt mich sehr zufrieden und entspannt lehne ich mich zurück. Mit Java unter Linux bin ich zufrieden. Swing schnurrt schnell und Anwendung und IDE, die ebenfalls in Java programmiert ist, laufen flüssig. Das SVG-Dokument ist interaktiv über Java manipulierbar und die Manipulation verläuft ohne Flackern. Das Ergebnis ist frei skalierbar, ohne, dass ich hierfür Aufwand betreiben müsste. Die Technologien sind gefunden, um meinen ersten SGF-Player zu verwirklichen.


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